Mit einem genial einfachen Versuchsaufbau mit einer Metallplatte,
etwas Sand und einem Geigenbogen zauberte einst der Physiker und Astronom
Ernst Florens Friedrich Chladni durch Anstreichen der Platte Muster und
entdeckte um 1780 herum Prinzip und Ordnung von Klangbildern,
die als Chladnische Figuren in die Wissensgeschichte eingingen und
ihn als Begründer der Lehre der physikalischen Akustik auszeichneten.
Im Konzert wird der Geigenbogen ersetzt, die 16 Eisenplatten werden
mittels Elektronik zum Schwingen und Klingen angeregt.
Plastisch kommt dies zur Erscheinung auf der Oberfläche der mit Sand bestreuten Eisenplatten in fließenden,
dünenartigen Bewegungen, die der raumgreifenden musikalischen Gestaltung der Konzerte den Rahmen geben.
Die elektroakustischen Suchbewegungen in der Musik der 60/70er Jahre
fanden in Kompositionen Ausdruck, die häufig das Wesen eines Klanges und
seine Auffächerung in dem ihm eigenen Spektrum erforschten.
Und die Wiederbesinnung, dass der Aufführungsort dieser
E n t-D e c k u n g des Klanges einen wesentlichen Teil hinzufügt,
wird in dieser Konzertinstallation durch verschiedenste psycho-akustische Gestaltungsverfahren durchgespielt.